Umfrage: So sehen Personaler das Elterngeld

Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen

Umfrage: So sehen Personaler das Elterngeld

studie_-_elterngeld_und_elternzeit_100Mit einer repräsentativen Befragung wurden die Einstellungen von Personalverantwortlichen in deutschen Wirtschaftsunternehmen zu Elternzeit und Elterngeld ermittelt. Die Ergebnisse der Umfrage auf vaeter-nrw.de (Voting) im ersten Quartal 2007 werden diesen gegenüber gestellt.

Im Auftrag des Bundesfamilienministeriums hat das Institut für Demoskopie Allensbach die Einstellungen der Verantwortlichen in deutschen Unternehmen zu Elterngeld und Elternzeit untersucht.

Um zu ermitteln, welche Erwartungen in deutschen Unternehmen und Betrieben mit dem Elterngeld verbunden werden, wurden im Juni/Juli 2006 insgesamt 505 Geschäftsführer und Personalverantwortliche deutscher Wirtschaftsunternehmen befragt. Die Stichprobe war repräsentativ für die deutschen Unternehmen und Betriebe, proportional zur Zahl der jeweils sozialversicherungspflichtig beschäftigten Mitarbeiter.

Alle Umfrageergebnisse können in der Dokumentation nachgelesen werden und sind auf der Homepage des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend herunterzuladen.

Im Kern lieferte die repräsentative Umfrage vor allem drei interessante Ergebnisse:

 

Allerdings würden sich bei einer tatsächlich häufigeren Nutzung der Elternzeit durch die Väter für einige Betriebe große oder sogar sehr große Probleme ergeben. Viel hängt dabei von der Länge der beanspruchten Elternzeit ab. Mit längeren Auszeiten von bis zu zwölf Monaten hätten 43 % der Unternehmen spürbare Schwierigkeiten, mit kürzeren Zeiten von bis zu zwei Monaten, wie sie von der großen Mehrheit erwartet werden, nur 31 %. Mit weniger Schwierigkeiten rechnen in einem derartigen Fall 39 %. Ganz ohne Schwierigkeiten ginge es aber auch bei kurzen Auszeiten nur für 16 %.

Besonders die Verantwortlichen in den Kleinbetrieben erwarten Probleme: Unabhängig davon, ob der junge Vater nun für 12 oder 2 Monate in Elternzeit gehen würde, nehmen mehr als 50 % von ihnen große oder sehr große Schwierigkeiten für das Unternehmen an.

Dass sie es in Zukunft häufiger mit derartigen Schwierigkeiten zu tun bekommen könnten, erwartet allerdings nur eine Minderheit der befragten Geschäftsführer und Personalverantwortlichen: Nur 4 % der Befragten rechnen damit, dass in Zukunft eher viele Väter ihre Arbeitszeit reduzieren werden. Immerhin sehen 51 % der Unternehmen zumindest "eher wenige" Fälle in ihrem Betrieb voraus. 42 % erwarten, dass niemand im Unternehmen die Arbeitszeit zugunsten der Betreuung reduzieren wird. Fast mit gleichen Prozentanteilen werden komplette Unterbrechungen der Arbeit zur Kinderbetreuung erwartet: 4 % erwarten viele Auszeiten, 53 % eher wenige, 42 % überhaupt keine.

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