Studie: Elterngeldbericht 2008

Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen

Studie: Elterngeldbericht 2008

Die jüngste Auswertung zum seit Januar 2007 geltenden Gesetz zeigt: Annähernd 100 Prozent der Eltern beantragen die Familienleistung. Die Partnermonate sind bei Vätern sehr beliebt, Wirtschaft und Gewerkschaften unterstützen das Elterngeld und Männer entdecken Teilzeit.

Einen Bericht über die Auswirkungen des Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetzes hat die Bundesregierung auf der Datengrundlage des Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) vorgelegt. Kern ist die Evaluation des zum 1. Januar 2007 eingeführten Elterngeldes. "Die allermeisten Eltern sind mit dem Elterngeld hoch zufrieden", sagt Bundesfamilienministerin von der Leyen - 90 Prozent der Eltern gaben in einer repräsentativen Befragung an, das Elterngeld habe ihnen geholfen bzw. sehr geholfen. Drei Viertel der Gesamtbevölkerung geben ein positives Urteil über das Elterngeld ab.

Der Anteil der Väter, der sich unterstützt durch das Elterngeld an der Betreuung des Neugeborenen beteiligen, steigt kontinuierlich. Vor der Einführung des Elterngeldes hatten lediglich 3,5 Prozent der Väter Elternzeit genommen. Die jetzt vorliegende Evaluation hat mit dem 1. Quartal 2007 erstmals einen komplett abgeschlossenen Zeitraum betrachtet. Für Kinder, die von Anfang Januar 2007 bis Ende März 2007 geboren wurden, lag die Zahl der bewilligten Elterngeldanträge von Vätern bei 16 Prozent. "Diese Entwicklung freut mich ganz besonders", sagt Ursula von der Leyen, "denn sie bestätigt die Richtung unserer neuen Familienpolitik. Wenn Mütter und Väter Kinderwünsche und Berufswünsche in Balance bringen können und sich klare Perspektiven für ein gemeinsames Leben mit Kindern auftun, wächst der Mut zu mehr Kindern."

Der Untersuchung zufolge ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Vater Elterngeld bezieht, besonders hoch, wenn es das erste Kind ist, die Mutter im Jahr vor der Geburt erwerbstätig war und wenn der Vater einen höheren Bildungsabschluss hat.

Eine Entwicklung findet auch beim Thema "Männer und Teilzeit" statt: In sechs Prozent wird Elterngeld aufgrund von Teilzeitarbeit gezahlt. 3,9 Prozent der Frauen und 21,5 Prozent der Männer beziehen Elterngeld in Teilzeit. "Das wird die Einstellungen zu Teilzeit verändern. Bisher galt Teilzeit als weiblich, vormittags und berufliches Nebengleis. Mehr Männer in Teilzeit - das wird zu neuen Teilzeitmustern und Karriereoptionen führen. Unterm Strich verbessert das die Zeitflexibilität, die Eltern für gemeinsame Kindererziehung verabreden können", so von der Leyen. Mittlerweile unterstützen auch Wirtschaft und Gewerkschaften das Elterngeld, denn 80 Prozent der Führungskräfte halten das Elterngeld für "eine gute Regelung" und etwa zwei Drittel sehen eine Reduzierung oder Unterbrechung der Berufstätigkeit von Vätern als "gar nicht problematisch".

Weitere Informationen sowie den Elterngeldbericht 2008 finden Sie hier.

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