Vereinbarkeit: Definition Managing Diversity

Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen

Vereinbarkeit: Definition Managing Diversity

Das Management nicht erst von morgen muss viele Unterschiedlichkeiten bei seinen Betriebsangehörigen berücksichtigen, will es dauerhaft erfolgreich sein und auch etwas für sein Image tun. Und bereits heute sollten die Weichen dafür gestellt werden...

Managing Diversity ist ein relativ junges Managementkonzept, dass die gezielte Berücksichtigung und Nutzung der vielfältigen Hintergründe, Interessen und Bedürfnisse der Mitarbeiterschaft anstrebt. Es geht darum, Bedingungen im Unternehmen zu entwickeln, die allen Beschäftigten neue Wege eröffnen, ihr Leistungspotential auszuschöpfen, ohne z. B. durch Geschlecht, Alter, Familienstand, Religion, Nationalität, Behinderung, sexueller Orientierung usw. benachteiligt bzw. diskriminiert zu werden. Die Grundannahme besteht darin, dass die bewusste Wahrnehmung und Berücksichtigung von Identität und Lebenslage jedes Beschäftigten dazu führen wird, dass die angestrebten Unternehmenserfolge besser und schneller erreicht werden.

Vaterschaft als besondere Aufgabe und Herausforderung für Männer ist vor diesem Hintergrund eine Ressource, die es z. B. in der Personalentwicklung zu berücksichtigen und zu würdigen gilt. Ein Unternehmen, das Vielfalt für den Geschäftserfolg nutzen will, trägt dafür Sorge, dass aktive Väter ihrer Verantwortung in der Erziehung ihrer Kinder gerecht werden können. Geeignete Instrumente dazu wären z. B. eine familienfreundliche Arbeitszeitgestaltung (siehe Stichwort Arbeitszeitmodelle) oder die Umgestaltung von Arbeitsabläufen, so dass sich Präsenzzeiten am Arbeitsplatz erhöhen und Abwesenheiten z. B. durch Reisetätigkeit reduzieren. Vaterschaft ist so gesehen kein Makel, der als Karrierebremse wirkt, sondern eine personalpolitische Herausforderung, die individuelle Lösungen zum Wohle des Unternehmens und des betroffenen Vaters erfordert.

Instrumente wie Diversity-Sensibilisierungstrainings für Führungskräfte, Skill-Building-Trainings für Mitarbeitende, Mentoring- und Coaching-Programme, die Bildung von Diversity-Netzwerken und Wissensdatenbanken, sowie die Erstellung von Informationsbroschüren und anderen internen Medien tragen im Unternehmensalltag dazu bei, dass das Konzept Managing Diversity einen spürbaren und nachhaltigen Lernprozess befördert, der auch Vätern neue Perspektiven und erweiterte Spielräume eröffnen kann.

Unternehmen, die sich dem Managing Diversity verpflichtet fühlen, verfolgen dabei neben den personalpolitischen Zielen stets ökonomische Interessen:

 

Literatur:

Veranstaltungen

02/2012 zurück vor
KW MoDiMiDoFrSaSo
05     01 02 03 04 05
06 06 07 08 09 10 11 12
07 13 14 15 16 17 18 19
08 20 21 22 23 24 25 26
09 27 28 29        

Suchen >>>

Thema des Monats

Interview mit Ministerin Ute Schäfer: „Aktive Vaterschaft – erforscht, erwünscht, erledigt?“