Bei Host Europe geht beides: Einem Vollzeitjob nachgehen und trotzdem tagsüber am Leben der Kinder teilnehmen. Väter (und natürlich auch Mütter) besuchen ihre Töchter und Söhne in der neuen unternehmenseigenen Krippe "Die Krabbelkäfer" oder essen mit ihnen zu Mittag. Der Kölner Hosting-Anbieter, der vornehmlich männliche Mitarbeiter beschäftigt, macht ihnen damit das Vaterleben deutlich leichter.
Der Hosting-Anbieter Host Europe in Köln hat ein junges Team an Bord. Der Altersdurchschnitt der Belegschaft liegt bei nur 30 Jahren. 80 Prozent der insgesamt 160 Mitarbeiterinnnen und Mitarbeiter sind männlich und im besten Vater-Alter. "Viele bekommen Nachwuchs", berichtet Janine Poullie, Assistentin der Geschäftsleitung und zuständig für den Bereich Corporate Social Responsibility (CSR). "2008 kamen sechs Kinder zur Welt. 2009 werden es wohl noch mehr sein." Die neue unternehmenseigene Kinderkrippe, die im Mai ihre Einweihung feierte, ist also mit zehn Plätzen keinesfalls zu groß dimensioniert. "Die Idee für die Kinderbetreuung, die den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Vereinbarkeit von Beruf und Familie erleichtern soll, kam von der Geschäftsleitung", erinnert sich Janine Poullie. "Eine Mitarbeiterbefragung bestätigte den sich abzeichnenden Bedarf und wir wurden aktiv. Wir finanzieren unsere Betriebskita rund zur Hälfte aus Mitteln des Förderprogramms Betrieblich unterstützte Kinderbetreuung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Die andere Hälfte der laufenden Kosten übernimmt das Unternehmen. Mitarbeiterfreundlichkeit ist übrigens eines unserer Hauptaktionsfelder im Rahmen der CSR-Strategie."
Michael Müskens hat zwei "Krabbelkäfer"
Michael Müskens ist einer der Host Europe Mitarbeiter, die von dem neuen Angebot profitieren: "Der ganz große Pluspunkt der 'Krabbelkäfer' ist, dass ich nah bei meinen Kindern bin und sie während des Tages sehen kann. Ich nutze kurze Pausen, die wir an den Bildschirmarbeitsplätzen immer wieder einlegen müssen, um in der Krippe vorbeizuschauen und zu sehen, was mein Sohn und meine Tochter machen. So bekomme ich viel mehr von ihnen mit." Außerdem staunt der Vater, was die ausgebildeten Fachkräfte, die die pädagogischen Ideen von Maria Montessori und Emmi Pikler umsetzen, in der Krippe leisten. "Die machen Dinge mit den Kindern, auf die kommen Eltern gar nicht und die Kinder lernen erstaunlich viel - auch durch den Umgang mit den anderen." Die gemeinsamen Mittagessen mit seinen beiden Sprösslingen genießt der Vater besonders: "Dann nehme ich mein Kantinengericht einfach mit in die Kita runter und setze mich zu den essenden Kindern." Auf diese Besuche kann sich Müskens noch länger freuen. Seine Tochter wurde gerade ein Jahr alt und wird die Einrichtung noch zwei Jahre lang besuchen.
Teilzeitarbeit als der Sohn klein war
"Als unser Sohn klein war, arbeitete ich in Teilzeit, denn damals gab es die Krippe noch nicht", berichtet Müskens. Auch bei Host Europe hatte er damit eine Pionierrolle. "Zu sehen, wie gut die Teilzeitarbeit klappte, hat hier aber sicher dem ein oder anderen Kollegen die Entscheidung für Kindern erleichtert", schmunzelt er. Darauf, dass die zeitweise Reduktion der Arbeitszeit seinem beruflichen Fortkommen geschadet haben könnte, schien er bislang noch gar nicht gekommen zu sein, so entschieden fällt sein "nein" auf diese Frage aus. Inzwischen arbeitet er wieder Vollzeit - und auch seine Frau konnte ihre Vollzeitstelle wieder antreten.
Kita bringt neue Qualitäten in den Arbeitsalltag
Auch die Kinder profitierten von der Nähe zum Arbeitsplatz eines Elternteils. "Sie wissen, wie es dort aussieht. Das Leben der Eltern ist viel weniger abstrakt", sagt Janine Poullie. "Am Spielplatz treffen die Kinder ihre Eltern und deren Kolleginnen und Kollegen. Schon bald kennen sie alle Namen." Dieser Außenspielbereich bietet auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die keine Kinder dort haben, einen lebendigen Farbtupfer in ihrem Arbeitsalltag. "Wir freuen uns, die Männer hier auch als Väter zu erleben. Sie wollen heute nämlich nicht mehr nur Feierabendpapis sein. Wir unterstützen sie dabei, eine aktivere Rolle im Leben ihrer Kinder zu übernehmen."