Elternkongress 2010: Interkulturelle Elternarbeit für verbesserte Bildungschancen

Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen

Elternkongress 2010: Interkulturelle Elternarbeit für verbesserte Bildungschancen

Motiv_Elternkongress-Flyer_mod_100Mehr als 600 Interessierte besuchten am 6. Februar 2010 im Landtag Nordrhein-Westfalen eine Veranstaltung zur "Chancengleichheit für Kinder und Jugendliche mit Zuwanderungsgeschichte". Im Mittelpunkt des zweiten Elternkongresses für und von Eltern mit Zuwanderungsgeschichte stand die Mitwirkung der Eltern an den Bildungsprozessen ihrer Kinder.

Der Elternkongress "Chancengleichheit für Kinder und Jugendliche mit Zuwanderungs­geschichte. Wir gestalten mit!" war eine gemeinsame Veranstaltung des Landtags, des Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration, des Ministeriums für Schule und Weiterbildung und des Integrationsbeauftragten der Landesregierung Nordrhein-Westfalen. Elternselbstorganisationen und Elternvereine hatten aktiv an der Vorbereitung des Kongresses mitgewirkt. Im Foyer präsentierten sich an 21 Ständen 80 Institutionen mit ihren interkulturellen Projekten, Netzwerken, Treffs, Kultur- und Bildungsangeboten von Eltern und für Eltern in Nordrhein-Westfalen. In der aktiven Mittagspause bot ein buntes Programm auf drei Bühnen insgesamt zwanzig Vorträge, Projektvorstellungen, Filmpräsentationen sowie Musik und Tanzvorführungen.

Das Engagement der Eltern zur Verbesserung der Bildungschancen für ihre Kinder stand im Mittelpunkt der Redebeiträge von Minister Armin Laschet und Ministerin Barbara Sommer, der anschließenden Gesprächsrunden und den fachlichen Impulsreferaten zur Elternmitwirkung in der Einwanderungsgesellschaft und der Bestandsaufnahme zur Elternarbeit in Nordrhein-Westfalen.

"Die Eltern sind unsere wichtigsten Partner für die erfolgreiche Integration der Kinder", sagte Integrationsminister Armin Laschet. "Deshalb ist es mir ein großes Anliegen, die Impulse, die aus der Elternarbeit kommen, aufzugreifen. Wir wollen, dass Eltern mit Zuwanderungsgeschichte ihren Erziehungsauftrag selbstbewusst wahrnehmen und sich für die Verbesserung der Bildungssituation ihrer Kinder nachhaltig einsetzen."

In den Foren am Nachmittag diskutierten Expertinnen und Experten sowie Mütter und Väter die Rolle der Eltern als Begleiter zum Schutz und zur Stärkung der Kinder, für den Bildungserfolg in Kindertageseinrichtung und Schule sowie bei der Freizeitgestaltung. Eines der gut besuchten Foren konzentrierte sich dabei auf die Rolle der Väter mit Zuwanderungsgeschichte. Professor Dr. Michael Meuser, Technische Universität Dortmund, referierte hier über die neuen Formen der Mitwirkung von Vätern - unter anderem in den Bildungsinstitutionen.

Im Rahmen des Elternkongresses  wurde das Projekt "Aufbau einer Multiplikatorendatei zum Arbeitsschwerpunkt Eltern mit Zuwanderungsgeschichte" vorgestellt. Die Datenbank dient der verbesserten Vernetzung im Rahmen des "Elternnetzwerks NRW. Integration miteinander". In der Datenbank finden Interessierte Porträts von Menschen aus verschiedenen Herkunftskulturen, die sich für die Verbesserung der Bildungssituation einsetzen und über besondere Kompetenzen in der Bildungsarbeit mit Eltern verfügen. Das Kompetenzzentrum für Integration (KfI) der Bezirksregierung Arnsberg übernimmt die Vermittlung von Kontakten. Projektbeteiligte sind überdies die Fachberatung MigrantInnenselbsthilfe des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbands Landesverband Nordrhein-Westfalen e.V. und das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen.

Thomas Kufen, der Integrationsbeauftragte der Landesregierung Nordrhein-Westfalen, berichtete von den vielfältigen Aktivitäten in der Elternarbeit. "Ich wünsche mir für die Zukunft, dass das vielfältige Engagement der Elternvereine noch stärker von der Öffentlichkeit anerkannt wird. Allein im Elternnetzwerk Nordrhein-Westfalen haben sich 150 Elternvereine unterschiedlichster Herkunft zusammengeschlossen", unterstrich Thomas Kufen. "Nur gemeinsam können wir die Verbesserung der Bildungschancen für Kinder und Jugendliche mit Zuwanderungsgeschichte in Nordrhein-Westfalen umsetzen."

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