In der Dokumentation des Projektes "Mehr Väter in die Kindertagesstätten" der Männerarbeit der ev. Kirche im Rheinland wird den Fragestellungen, wie Räume für eine aktive Vaterschaft angeboten und Räume für Väter und Kinder eröffnet werden können, nachgegangen.
Noch immer ist es so, dass Väter in der Welt der Kindertagesstätten wenig zu Hause sind. Das hat viel mit der Rollenaufteilung im traditionellen Familienkonzept zu tun, das nach wie vor weit verbreitet ist. Männer sind auch heute noch weitgehend in der Ernährerrolle, während die Mütter in erster Linie für die Erziehung und Betreuung der Kinder verantwortlich sind. Auch die Kindertagesstätten sind Teil dieser gesellschaftlichen Wirklichkeit und arbeiten überwiegend mit Müttern zusammen. Nur wenige Angebote richten sich speziell an Väter, um sie stärker in die Arbeit der Kitas einzubeziehen. Dabei sind Väter sehr wichtige Bezugspersonen für ihre Kinder.
Die Männerarbeit der evangelischen Kirche im Rheinland hat vor diesem Hintergrund in den letzten Jahren versucht, Wege auszuloten, wie Väter in der alltäglichen Kindertagesstättenarbeit besser unterstützt werden können und wie diese zu einem Ort werden, der Vätern eine größere Beteiligung ermöglicht, als das bisher der Fall war.
Die jetzt vorlegte Projektdokumentation widmet sich zwei Themenbereichen:
Mit dem Vorhaben sind neue Wege beschritten worden. Es war die spannende Frage zu beantworten: Lassen sich Väter über das bisherige Engagement hinaus für neue Aktivitäten gewinnen? Drei Einrichtungen im Bereich der EKiR haben sich auf diesen Prozess eingelassen. In der Dokumentation werden die Einrichtungen dargestellt und es wird der Prozess des Projektes beschrieben.
Ein erstes Resümee
Die Einrichtungen sahen in dem Projekt eine große Chance für alle Beteiligten, neue positive Erfahrungen zu machen und zeigten ein hohes Interesse an der Durchführung des Projektes.
Das wichtigste Ergebnis vorneweg: Grundsätzlich sind Väter / Männer für Angebote der Kindertageseinrichtungen ansprechbar. Eine Quote von zehn bis 30 Prozent erscheint aufgrund der in der Dokumentation dargestellten Erfahrungen realistisch. Veranstaltungen mit Erlebnischarakter haben hier einen klaren Vorteil gegenüber Themenabenden. Deshalb sollte hier eine Priorität liegen. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor war auch, eine möglichst väterfreundliche Atmosphäre zu vermitteln, da es sich um ungewohnte und neue Wege handelt, die zunächst eine positive Signalwirkung entwickeln müssen, ehe sich Männer auf weitergehende Angebote einlassen.
Erfreulich war die große Offenheit der Beschäftigten in den Kitas, was sich u. a. an der ehrlichen Auseinadersetzung mit Problemen zeigte. Sie bilden wichtige Hintergrundinformationen für die weitere Arbeit. Zu den unterstützenden Maßnahmen einer Väter-Arbeit gehört auch das kritische Hinterfragen der bisherigen pädagogischen Arbeit in den Kindertageseinrichtungen, wie z.B.
Für die Kirchengemeinden bildet die stärkere Einbeziehung der Väter eine hervorragende Möglichkeit, die sonst kaum vorkommende Zielgruppe von jüngeren Männern zu erreichen.
Die gesamte Dokumentation können Sie der PDF-Datei entnehmen oder bei der Männerarbeit der ev. Kirche im Rheinland bestellen.
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