Praxis: Düsseldorfer Familienzentrum setzt auf „Väter-Arbeit“

Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen

Praxis: Düsseldorfer Familienzentrum setzt auf „Väter-Arbeit“

Vater-Sohn-Balanceakt_100Rita Schulze Leiterin eines Düsseldorfer Familienzentrums will verstärkt Väter einbinden und bietet regelmäßig Vater-Kind-Aktionen an. Ein Beispiel ist der Akrobatik-Workshop mit dem Mitmach-Zirkus Konfetti.

Im Kinderhaus St. Maria Rosenkranz in Düsseldorf-Wersten gibt es viermal im Jahr spezielle Vater-Kind-Angebote, die nicht nur Kita-Väter sondern auch andere Väter aus dem Stadtteil mit ihren Kindern nutzen. "Der Bedarf ist groß. Die Workshops, zum Beispiel unser Kurs 'Die Sprache der Trommeln' oder ein gemeinsamer 'Kullerbahnbau', sind immer schnell ausgebucht", berichtet die Leiterin des Familienzentrums, Rita Schulze. In einer Befragung bestätigten ihr die Eltern, dass diese Vater-Kind-Aktionen für sie ein wichtiger Baustein des umfassenden Angebots des Familienzentrums sind. Als weitere Themen für solche Aktionen schlugen die Väter Waldtage, Vater-Kind-Wochenenden, gemeinsames Kochen und Werkstattarbeit vor.

Familienzentrum kooperiert mit Bildungsträger

Bei der Umsetzung der Angebote arbeitet Rita Schulze eng mit dem AGS-Bildungsforum Arbeitsgemeinschaft Sozialpädagogik und Gesellschaft e.V. in Düsseldorf zusammen. So lernte sie auch "Mitmach-Zirkus-Chef" Christian Meyn-Schwarze aus Hilden kennen. "Er leitete hier den Kullerbahnbau und schon zwei Akrobatik-Workshops", berichtet Rita Schulze. "Durch seine verbindliche Art kommt er bei Vätern und Kindern gleichermaßen gut an." Im Oktober 2010 und für Februar 2011 sind weitere ganztägige Vater-Kind-Aktionen mit dem Mitmach-Zirkus Konfetti geplant. Dass die Angebote von einem Mann geleitet werden, findet Rita Schulze wichtig. Das mache den Zugang zu den einzelnen Aktivitäten für die Väter häufig einfacher..

Workshop: Akrobatiknummern stärken Vertrauensverhältnis

Christian Meyn-Schwarzes Vater-Kind-Aktionen machen den Teilnehmenden viel Spaß und stärken ganz nebenbei das Vertrauensverhältnis zwischen Vätern und Kindern: "In meinen Akrobatik-Workshops zeigen die Kinder und Väter schon nach drei Übungsstunden eine kleine Vorführung mit einfachen akrobatischen Figuren und einer großen Pyramide. Da müssen sich Kinder und Väter aufeinander verlassen können." Die Mütter und Großeltern, die zur abschließenden Zirkus-Konfetti-Vorführung kämen, seien jedes mal begeistert, was die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in so kurzer Zeit alles gelernt hätten, berichtet Rita Schulze. "Das ist auch wirklich erstaunlich. Und zum Schluss dürfen dann alle Zuschauerinnen und Zuschauer mitmachen und ausprobieren, wie man Bälle jongliert oder einen Teller auf einem Plastikstab dreht."

"Väter sind willkommen" - die Atmosphäre ist wichtig

"Dass die Angebote so gut angenommen werden, verdanken wir auch der positiven Atmosphäre, die durch die Zusammenarbeit zwischen Eltern und pädagogischen Fachkräften entstanden ist", sagt Rita Schulze. "Das spiegelt sich auch in den guten Anregungen wieder, die die Väter einbringen."

Foto: Christian Meyn-Schwarze

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