Urlaubszeit - Ferienzeit: Die Sommerferien nahen. Die Vorfreude beginnt mit der Planung und Organisation der nächsten Ferien. Vaeter-nrw gibt in diesem und nächsten Monat Anregungen für die Urlaubsreise und die Ferien vor der Haustür.
Die Wahl des Urlaubsziels hängt von den jeweiligen Vorlieben, den finanziellen Möglichkeiten und den Mehrheitsverhältnissen in der Familie ab. Der Strand- oder Badeurlaub findet meist den höchsten Anklang. Wandern in den Bergen ist bei Kindern und Jugendlichen nicht ganz so beliebt, kann aber kombiniert mit Bademöglichkeiten in einem See begeistern. Der Bauernhof geht für Kinder immer. Wichtig ist es, die Interessen aller Beteiligten zu kennen und zu berücksichtigen.
Wer rechtzeitig plant, kann die meisten Punkte der erstellten Interessenliste noch als Frühbucher umsetzen. Last-Minute-Angebote dagegen lassen diesen Interessensabgleich oft nur noch teilweise zu.
Unterbringung: Hotel, Ferienwohnung oder Camping
Der Vorteil des Hotels liegt darin, dass man sich nicht selbst um den täglichen Service kümmern muss. Unabhängig von der Anzahl der Sterne werden in jedem Hotel die Zimmer täglich gereinigt und Frühstück und andere Mahlzeiten angeboten. In zahlreichen Ferienanlagen sorgen so genannte All-Inklusive-Angebote für reichhaltiges Essen von früh bis spät. Der Nachteil dieses Fullservices liegt oft darin, dass die Struktur des Tages von den Mahlzeiten bestimmt wird. Auch ist es für manche Eltern nicht entspannend, ein ständiges Augenmerk auf das (Tisch-)Benehmen der Kinder zu richten. Die Zahl der familienfreundlichen Hotels wird immer größer. Die kindgerechten Freizeitanlagen geben auch Kindern das Gefühl, dass an sie gedacht wurde. Familienfreundliche Hotels bieten oft einen weiteren Vorteil: Kinderbetreuung sorgt dafür, dass Erwachsene auch Stunden für sich genießen können.
Eine Ferienwohnung bietet zwar mehr strukturelle Freiheit, aber man ist weiter mit Haushaltspflichten betraut. Ähnlich wie beim Hotel sollte die Umgebung auch hier den Bedürfnissen der Kinder und Erwachsenen gerecht werden und möglichst viele Punkte der Interessenliste erfüllen.
Wer ein bisschen mehr auf Abenteuer aus ist und sein Leben in die Natur verlagern möchte, geht auf den Campingplatz. Hier kann man, wenn man es richtig gestaltet, auch mit einem schmaleren Reisebudget eine Menge erleben. Schon im Vorfeld kann man sich zur Einstimmung auf das Abenteuer gemeinsam überlegen, welche Käfer und Schnecken der Region unterwegs eventuell mit freundlichem Gruße "Guten Tag" sagen könnten. Wenn der Wettergott für Regen und Kälte sorgen sollte, ist es hilfreich, sich so zu platzieren, dass die Umgebung ausreichend spannende kindgerechte Orte zur Verfügung stellt.
Anreise
Der Urlaub beginnt mit der Anreise. Sie sollte deshalb so angenehm und kurzweilig wie möglich gestaltet werden. Lange Anfahrten sind eine besondere Herausforderung für die ganze Familie. Bei Autoreisen sorgt Bewegung in den Pausen (mit Fußball, Federball oder Frisbee) für Abwechslung. Spiele wie zum Beispiel "Ich sehe was, was du nicht siehst" sind beliebte Klassiker, die bei den Kleinen immer noch gut ankommen - auch auf Zug- und Flugreisen. Die meisten Kinder haben ihren kleinen Reiserucksack mit Spielsachen und Lesestoff bei sich. Das Kuscheltier oder die Schmusedecke dürfen auf keinen Fall fehlen.
Ausflüge und Sightseeing mit Kindern
Würden Kinder den Urlaub alleine planen, kämen wegen des Süßwassserpools in der Regel Ausflüge und Besichtigungen nicht darin vor. Je älter die Kinder sind, um so mehr ist über die Gestaltung der Zeit vor Ort zu verhandeln. Wer einen Urlaub mit Kinderbetreuung und -programm gebucht hat, löst das Problem nach der Devise: Wir treffen uns dann zum Abendessen wieder. Alle anderen üben sich in Vereinbarungen.
Gelegentlich werden besondere Kinder- und Familienausflüge angeboten. Oft ist das Ausflugsziel (z.B. ein Zoo) an sich kinderfreundlich. Auch für historische Ausgrabungsstätten kann man Kinder begeistern. Hier helfen Anekdoten aus dem Reiseführer spannend erzählt oder als Familien-Quiz aufbereitet. Kleinere Kinder lassen sich mit Säulenzählen und Versteckspiel bei der Stange halten.
Fazit: Von der Planung bis zur historischen Ausgrabung ist es wichtig, für Kinder erreichbare und Spaß machende Etappen einzuplanen. Im Notfall: Eine Kugel Eis zwischendurch hilft immer.
Vielleicht haben Sie tolle Anregungen für andere Väter. Dann schreiben Sie an vaeter-nrw unter redaktion(a)vater.nrw.de. Wir freuen uns auf Ihren Beitrag.