Aktionstag 2015: "Mehr Partnerschaftlichkeit - ein Plus für die ganze Familie"

Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen

Themenschwerpunkt: Paarbeziehung adé?

Themenschwerpunkt: Paarbeziehung adé?

Aktuelles aus dem Familienministerium

Ministerin

Aktionstag 2015: "Mehr Partnerschaftlichkeit - ein Plus für die ganze Familie"

60 Prozent der Paare mit kleinen Kindern wünschen sich, dass beide Partner arbeiten und sich die Familienaufgaben teilen. Bislang gelingt das aber nur 14 Prozent der Paare. Lokale Bündnisse für Familie unterstützen Familien dabei, diese Lücke zwischen Wunsch und Wirklichkeit zu schließen. Sie unterstützen Unternehmen bei einer väterfreundlichen Personalpolitik, schaffen ergänzende Betreuungsangebote und ermutigen Väter vor Ort, sich Zeit für die Familie zu nehmen.

Im Rahmen der Initiative "Lokale Bündnisse für Familie" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend entwickeln rund 650 Lokale Bündnisse für Familie in ganz Deutschland Lösungen für mehr Familienfreundlichkeit. Jedes Lokale Bündnis für Familie ist ein Zusammenschluss verschiedener gesellschaftlicher Gruppen: Zu den Partnern gehören Unternehmen, Kommunen, Kammern, Arbeitsagenturen, Vereine und viele mehr. Derzeit engagieren sich mehr als 17.000 Akteurinnen und Akteure, darunter mehr als 7.400 Unternehmen. Bundesweit werden fortwährend über 7.500 Projekte für mehr Familienfreundlichkeit umgesetzt.

Rund um den 15. Mai, den Internationalen Tag der Familie, machen die Lokalen Bündnisse für Familie in ganz Deutschland regelmäßig zum Aktionstag der Initiative auf ihre Arbeit aufmerksam. In diesem Jahr steht die partnerschaftliche Vereinbarkeit in Familie und Beruf im Mittelpunkt. Lokale Bündnisse für Familie unterstützen auf ganz unterschiedliche Weise bei der partnerschaftlichen Vereinbarkeit.

Zum Beispiel: Das Remscheider Bündnis - Bügelaktion regt zum Nachdenken über partnerschaftliche Aufgabenteilung an

Bei dieser Aufgabe dürfte so mancher Mann ins Schwitzen kommen. Am 15. Mai 2015 können die männlichen Besucher im Allee-Center in Remscheid ihre Bügelkünste unter Beweis stellen. Den Bügel-Wettbewerb hat sich das Lokale Bündnis "Familienfreundliches Remscheid" ausgedacht. Er soll die Besucherinnen und Besucher auf den Infostand aufmerksam machen, den das Remscheider Bündnis anlässlich des bundesweiten Aktionstags am 15. Mai von 10 bis 20 Uhr im Allee-Center aufbaut. Mit der Aktion greift das Lokale Bündnis das Schwerpunktthema des Aktionstages, die partnerschaftliche Vereinbarkeit in Familie und Beruf, auf. Die Bündnisakteurinnen und -akteure aus Remscheid kreieren für den Infostand eine Pinnwand, auf der die Besucherinnen und Besucher Punkte für Familienaufgaben vergeben können: von Einkaufen, Kochen, der Hausaufgabenhilfe bis hin zur Betreuung, wenn das Kind krank ist. Das Raster soll auf einen Blick deutlich machen, ob eher Männer oder Frauen die einzelnen Familienaufgaben übernehmen. „Aus solchen Aktionen entstehen immer auch intensive Gespräche“, sagt Bündniskoordinator Michael Ketterer. Ziel ist es, die Familien mit Informationen zu unterstützen und sie gegebenenfalls auf die zuständigen Stellen wie etwa die Schulkind-Betreuungsvermittlung hinzuweisen. Hier erfahren Sie mehr über das Lokale Bündnis für Familie in Remscheid.

Zum Beispiel: „Essener Audit – Familienfreundliches Unternehmen" Das Essener Bündnis für Familie zeichnet Unternehmen für ihre familienbewusste Personalpolitik aus

Betrieblich unterstützte Kinderbetreuungsangebote, flexible Arbeitszeitmodelle, Informationsangebote für Beschäftigte mit Kindern, werdende Mütter und Väter oder pflegende Angehörige – es gibt viele Möglichkeiten für Unternehmen, sich mit einer familienorientierten Personalpolitik als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren. Familienorientierte Angebote in Unternehmen tragen wesentlich dazu bei, Fachkräfte zu gewinnen und zu halten. Aus diesem Grund hat das Essener Bündnis für Familie den Entwicklungsprozess „Essener Audit – Familienfreundliches Unternehmen" insbesondere für mittelständische und kleine Firmen ins Leben gerufen. Die Bündnisakteurinnen und -akteure haben ein Zertifizierungsverfahren entwickelt, bei dem Essener Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber zeigen können, welche familienorientierten Maßnahmen in ihrem Unternehmen bereits bestehen und wie sie auch in Zukunft ihre Beschäftigten bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf unterstützen wollen. Hierbei sind alle Generationen im Blick - auch berufstätige Großeltern.

In partnerschaftlicher Zusammenarbeit haben der Essener Unternehmensverband, die Stadt Essen, die Industrie- und Handelskammer, die Kreishandwerkerschaft und die Kinderstiftung Essen im Rahmen des Lokalen Bündnisses das Zertifizierungsverfahren und die anspruchsvollen Kriterien für die Auszeichnung entwickelt. Das Verfahren ist in mehrere Phasen unterteilt: Zunächst schreiben die Bündnisakteurinnen und -akteure die örtlichen Unternehmen an und informieren über das Essener Audit. Bei Interesse kommt es im nächsten Schritt zu Beratungsgesprächen mit erfahrenen Auditoren und der Projektleitung. Des Weiteren bietet das Lokale Bündnis im Rahmen des Zertifizierungsverfahrens Workshops für Führungskräfte und Mitarbeitervertreterinnen und -vertreter der teilnehmenden Unternehmen an. Im Fokus steht dabei die Optimierung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch familienorientierte Angebote im Unternehmen. Dazu zählen beispielsweise flexible Arbeitszeitregelungen, Teilzeit-Modelle und Elternzeit für Mütter und Väter, die Unterstützung beim Wiedereinstieg in den Beruf sowie die individuelle Beratung werdender Eltern. Im Zuge des Zertifizierungsverfahrens vereinbaren die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber zudem weitere Entwicklungsziele, um die Personalpolitik langfristig noch stärker an die Bedürfnisse der Beschäftigten und ihrer Familien anzupassen. „Diese Zielvereinbarung zur Familienorientierung mit den Unternehmen ist ein wesentliches Instrument des nachhaltigen Essener Audits“, stellt Bündniskoordinatorin Claudia Hoose fest, die den Prozess im Auftrag des Kuratoriums steuert. Nach Ende des Auditierungsverfahrens entscheidet das Kuratorium des Essener Bündnisses über die Zertifizierung der Unternehmen. Die ausgezeichneten Unternehmen werden alle drei Jahre geprüft, um die Erweiterung und Weiterentwicklung der Maßnahmen zu fördern. Der Umsetzungsprozess wird beratend begleitet. Ergebnis sind attraktive Arbeitgeber, die zur langfristigen Bindung ihrer Mitarbeiter beitragen und dabei helfen können, Essen als kinder- und familienfreundlichen Standort zu stärken. Weitere Auskünfte erteilt Frau Claudia Hoose unter Tel. 0201 88-88588/ 88-88545 oder unter claudia.hoose‎‎‎@kinderbuero.essen.de.

Mehr Informationen zum Aktionstag finden Sie unter:

www.aktionstag2015.de

und in folgenden Dokumenten (PDF-Download):

"Partnerschaftliche Aufgabenteilung in Familie und Beruf"

Hintergrundinformation „Partnerschaftliche Vereinbarkeit in Familie und Beruf“

Pressefactsheet Aktionstag 2015

 

(vaeter.nrw.de, 30.04.2015)

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